<<

 

     
GREENHOUSE SCHLOSS TRAUTMANSDORFF

PROJECT DESCRIPTION

Greenhouse Schloss Trautmansdorff

Project Description:


Der bogenförmige, längliche Baukörper ist mit seiner Längsfassade nach Süden hin orientiert. Die Erschliessung erfolgt von den beiden Querseiten im Osten und im Westen.
Im Westen ist der Eingang durch einen Einschnitt ins bestehende Terrain markiert, während im Osten die Erschliessung über einen neugeplanten Vorplatz erfolgt. Dieser Vorbereich gibt die Möglichkeit, vor dem Gebäude zu verweilen.
Im Norden , zur Strassenseite,  zeigt sich das Gebäude bis einer Höhe von 3.20m geschlossen, öffnet sich jedoch mit seiner Glashülle oberhalb der Hohenkote von 3.20m.
Der Gebäudekörper weisst eine Modulierung im Aufriss auf: der westlicheTeil Gebäudes ist mehr als 3 m tiefer als der östlichen, 10m hohe Gebäudeteil.

Das Gebäude nimmt im westlichen Teil die kleine Ausstellungshalle mit dem Insektarium auf und im östlichen Teil die grosse Ausstellungshalle mit dem Titanwurz als Hauptexponat. Zwischen den beiden Hallen werden die Technikräume angeordnet: diese Anordnung erlaubt die Ausbildung einer Schwellensituation zwischen den beiden Hallen, die durch die Überformung der Fassade unterstützt wird. Zwischen den beiden Hallen verjüngt die Halle ihren Querschnitt, um diese räumliche Situation zu betonen.

Das architektonische Hauptelement des Entwurfes für das Glasgewächhaus Trauttmannsdorf Meran ist die Gebäudehülle mit ihren Schuppenelementen.  Die Glashülle wird aus planaren Glasplatten gebildet, deren coplanare Orientierung betont wird. Die Schuppungen erlaubt zu einen die Verwendung von flachen Glaspaneelen und zum anderen ermöglicht sie den ästhetischen Genuss einer facettieren Oberfläche, deren Facetten sich unterschiedlich im Sonnenlicht brechen.

Das Gewächshaus wird auf seiner Grundfläche durch eine Schar einsinnig gekrümmter Bögen überspannt, die untereinander durch Nebenträger verbunden sind. Auf der dem Park zugewandten Seite lagern die Bögen auf der Bodenplatte des Gewächshauses auf. Im hinteren Teil dagegen werden die Bögen auf der 30cm starken StB-Rückwand des Gewächshauses abgetragen. Zur Aufnahme der Bogenschubkraft wird die Wand in der Bodenplatte eingespannt und die horizontale Auflagerlast über die Bodenplatte kurzgeschlossen.
Die Bögen sind aus Flachblechen mit einer Dicke von 20mm ausgelasert und folgen innenseitig einer glatten Bogenform und außenseitig der durch die Schuppung der Glashaut vorgegebenen Form. Durch diese äußere sägezahngleiche Form kann auf die Anordnung einer Sekundärstruktur für die Glashaut verzichtet werden. Die Kopplung der Bögen untereinander erfolgt über Flachbleche mit 20mm Stärke, welche im Schuppungsversprung der Glashaut angeordnet und über Senkkopfschrauben kraftschlüssig mit den Hauptbögen verbunden sind.
Die Aussteifung der tragenden Konstruktion wird über die Glasscheiben hergestellt. Die Scheiben werden hierfür auf Auflagerwinkel geklebt, die kraftschlüssig an die tragende Struktur angebunden werden. Diese Aussteifung berücksichtigt einerseits die öffenbaren Elemente, die nicht herangezogen werden können und andererseits den eventuellen Ausfall mehrerer Scheiben durch außergewöhnliche Einwirkungen (z.B. Hagelschaden).
Die Gründung des Gebäudes erfolgt über eine 30cm starke Plattengründung.

more infos: press@bfrlab.com

CREDITS:

PROGRAM:   Greenhouse

STATE:         competition 2009, honorable mention, 4th prize

CLIENT:         Schloss Trautmansdorff, Trautmansdorff- Sera, Italy

CONSULTANTS:  

 

 

 

 

 

 

© BFR LAB 2005/ April 08